Baue Deine eigene NoBuy Challenge

von Jana
Baue Deine eigene NoBuy Challenge

KaufNix oder NoBuy Challenges sind schon eine Weile beliebt. Im deutschsprachigen Raum ist Nunu Kaller wohl die bekannteste Frau, die sich gleich einer einjährigen Kauf nix Challenge gestellt hat und darüber ein Buch geschrieben hat. Aber auch zahlreiche andere Blogger haben sich der Herausforderung gestellt. Sie alle Berichten von positiven Erfolgen. Mehr freie Zeit, mehr Geld, mehr Fokus auf das Wichtige im Leben. Bleibt die Frage: wie geht man sowas am besten an? Ich zeig’s Dir.

Mach Dir klar, was Du erreichen willst

Erstmal hilft es Dir natürlich zu wissen, warum Du überhaupt eine Challenge machen willst. Bei den meisten ist es einer dieser drei Gründe  oder eine bunte Mischung daraus.

  1. Geld sparen – Entweder aus der Not heraus, (zum Beispiel wegen sehr hoher Schulden) oder weil man auf ein bestimmtes Ziel hin arbeitet (ich sag mal WELTREISE)
  2. Lernen – Weil man eigene, unbewusste Kaufgewohnheiten erkennen und verändern will.
  3. Ressourcen schonen – Weil man grundsätzlich weniger Konsumieren will, z.b. um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern

Was steht für Dich im Vordergrund? Du hast zu viele Klamotten und kaufst auf Auto-Pilot trotzdem ständig neue? Oder Du hast ein bestimmtes finanzielles Ziel? Zum Beispiel einen längeren Sabbatical zu finanzieren? Wenn Du weißt, warum Du es machst, wird es viel leichter durchzuhalten. Finde Dein Warum.

Setz Dir Regeln

Worauf willst Du während der Challenge verzichten? Auf alles? Also auch auf Lebensmittel und nur aus den Vorräten leben? Oder andersherum: Alles ist erlaubt, außer neuen Schuhen?

Ich hab immer gleich alles außer Lebensmitteln weggelassen. Bin dafür aber mit kurzen Zeiträumen gestartet. Mach, was Dir guttut und Du Dir zutraust. Aber sei auch mutig. Ganz ohne Herausforderung wäre es ja auch langweilig. Mach es zu Deiner NoBuyChallenge.

Und wichtig: Schreib es auf. Und zwar so konkret wie möglich. Wenn Du in Versuchung kommst, ist es am hilfreichsten, wenn die Regeln eindeutig formuliert sind. Konkret sein hilft. Für die Diskussionen mit der inneren Shoppingqueen.

Setz Dir einen Zeitraum

Eine Challenge kann einen Tag dauern oder zehn Jahre. Die Frage ist, was für Dich Sinn macht.

So ganz grob ist meine Empfehlung: je heftiger der Einschnitt für Dich ist und auf je mehr Dinge Du gleichzeitig verzichten willst, desto kürzer würde ich die Challenge anfangs machen.

Je größer der Einschnitt ist, desto kürzer sollte Deine NOBuy Challenge sein

Meine erste NoBuy Challenge war eine Woche und ich fand das damals schon fürchterlich lang. Ich habe ständig auf Autopilot gekauft und mich erst zu Hause daran erinnert, dass ich ja nichts kaufen wollte. Und habe fast jeden Verkauf mit mir diskutiert. „Ist ja nur jetzt im Angebot“, „Das gibt’s nächste Woche nicht mehr in der schönen Farbe“, „so oft komme ich ja nicht her, da nehme ich das gleich mit“ usw. Das war direkt am Anfang und ich habe vor allem von meinem Scheitern gelernt. Ich denke kurze NoBuy Challenges dienen erstmal auch dazu überhaupt wieder zu sehen, wie häufig man unbewusst kauft. Zumindest für mich war das ein ziemlicher Augenöffner.

3 Tipps für den Erfolg

  1. Überlege, in welchen Situationen Du normalerweise kaufst und welche davon Du gerne anders hättest. Das hilft Deinem Hirn ein bisschen dabei, den Auto-Piloten zu umgehen.
  2. Überlege Dir Alternativen. Wenn Du keine neue Kleidung kaufen darfst und zu einer Hochzeit eingeladen bist, was tust Du dann? Ein Kleid ausleihen bei einer Freundin? Mit vorhandenem etwas „zaubern“? Werde kreativ. Das beruhigt bei längeren Challenges ungemein und gibt Dir Zuversicht. Es geht auch anders. Du schaffst das.
  3. Scheitern gehört dazu. Sei gut zu Dir. Du lernst was Neues. Wenn Du schon alles könntest, müsstest Du Dir ja keine Challenge stellen. Selbstliebe bringt Dich zum Ziel.

Mein Versprechen: es wird leichter

Schon nach 2 kurzen und einer längeren NoBuy Challenge hat sich tatsächlich einiges verändert. Es wurde leichter Kaufimpulse vorbeigehen zu lassen, ich habe nicht mehr so oft ohne Beteiligung des bewussten Teil meines Hirns gekauft. Ich war manchmal richtig stolz, denn ich hatte eine Lernkurve. Und die war sogar ganz einfach messbar: Auf meinem Konto und bei meiner Laune. Ich hab mich nämlich auf einmal sehr frei gefühlt.

Und jetzt haben wir uns ein ganzes Jahr vorgenommen. Sicherlich, die Regeln sind nicht so streng, wie wenn es nur eine Woche wäre, aber ich denke trotzdem, dass da die eine oder andere Lernerfahrung auf uns wartet. Und ich bin auch schon gespannt, ob wir das bei unserer Sparrate spüren werden. Fände ich ziemlich gut.

NoBuy Challenge für mehr Kontrolle

Grundsätzlich sind NoBuy Challenges für mich Krücken, um wieder alleine gehen zu lernen. Also im übertragenen Sinne. Mein Konsumverhalten war außer Rand und Band und vor allem außerhalb meiner Kontrolle. Die Challenges haben mir geholfen Kontrolle wieder zu erlangen.

Möchtest Du auch wieder mehr Kontrolle? Dann probier’s doch einfach aus.


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