Spontankäufe im Supermarkt reduzieren – drei Tipps

von Jana
Spontankäufe reduzieren 3 tipps für Dich

Du würdest gerne weniger Geld für Zeug ausgeben, dass Du nicht brauchst? Vor allem die Anzahl an Spontankäufen reduzieren? Aber es fällt Dir schwer im Supermarkt Aktionsartikel liegen zu lassen und nur das zu kaufen, was Du wirklich brauchst? Hier sind drei schnelle Tipps für Dich, wie Du Spontankäufe im Supermarkt vermeidest:

Tipp 1: Bereite Dich vor

Den ersten Tipp kennen wir alle, aber kaum einer macht es. Einen Essensplan für die Woche schreiben, dann einen sauberen Einkaufszettel mit den Dingen, die dafür fehlen. (Also auch schön im Vorrat nachschauen, was noch da ist.) Und sich dann auch daran halten.

Klappt wunderbar, die meisten von uns fangen aber an zu schummeln (meist, weil sie eben einen Haufen Dinge gar nicht aufgeschrieben haben, sprich eben nicht vorbereitet haben) und sobald die Regel einmal gebrochen ist, gewinnt der innere Schweinehund an Macht: „Ist jetzt auch schon egal. Nimm einfach mit.“ Und das gilt dann nicht nur für Essen, dass Du nicht haben wolltest, sondern auch Aktionsartikel ohne die Dein Leben prima funktioniert.

Dabei ist es ganz logisch, dass Du spontan mehr kaufst, wenn Dein gesamter Einkauf spontan ist. Wo klein Plan ist, ist alles spontan und Dein Hirn weiß gar nicht, an welcher Regel es sich jetzt orientieren soll. Mach es Dir leicht. Hab einen Plan. Dann besteht zumindest die Chance, Dich dran zu halten.

Ich habe ein großes Problem mit einem übervollen Vorrat. Und zwar immer dann, wenn ich ohne Einkaufszettel loslaufe und dann Lagerware ohne Ende mitnehmen. Könnte man ja mal brauchen. Das ist auch nur minimal besser geworden, durch meine NoBuy Challenge letztes Jahr.

Tipp 2: Mach es Dir leicht. Ausgeschlafen und satt vermeidest Du Spontankäufe

Hast sicher schonmal gehört. Wer hungrig einkaufen geht, kauft mehr ein, als er braucht. Dasselbe gilt auch für Müdigkeit. Schlicht weil wir bei Müdigkeit dazu neigen, schlechtere Entscheidungen zu treffen. Dasselbe gilt übrigens für das Einkaufen am Abend. Nach einem langen Tag voller Entscheidungen haben wir schlicht nicht mehr viele gute Entscheidungen übrig (das ist ja auch die Uhrzeit zu der uns Chips auf dem Sofa wie eine angemessene Ernährung erscheinen). Gute Entscheidungen sind die, die wir mit Blick auf unseren eigenen Werte und höheren Ziele treffen. Also zum Beispiel weniger zu Kaufen, um die Umwelt zu schützen. Schlechte sind die, die wir in einem ausgeruhten und satten Zustand als das erkennen was sie sind: bescheuert.

Also – versuche Deine Einkäufe so zu legen, dass Du möglichst ausgeruht bist und nichts abends um kurz vor acht noch schnell in den Laden schlüpfst. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du nur Quatsch kaufst ist dann recht hoch.

Tipp 3: Deine Notfallmaßnahme

Ok, Du stehst hungrig, gestresst und unvorbereitet im Supermarkt und Dein innerer Hamster möchte ALLES kaufen. Was tun?

Meinen größten Erfolg hatte ich in Notfallsituationen mit diesem Trick: Packe das Zeug in den Wagen und fahre damit durch den Laden. Ja, ich weiß. Das klingt als wäre das eine reichlich bescheuerte Maßnahme. Probiere es mal aus, bevor Du mich für verrückt erklärst.

Was genau das bringen soll? Die Wissenschaft streitet darüber, woher dieses Haben-Wollen in uns kommt. Manche denken, es geht darum, in einer Welt in der alles knapp ist, zu horten. Andere glauben es geht darum, schneller als die Konkurrenz zu sein. Die Evolution hat uns so gemacht. Schon kleine Kinder zeigen mit dem berühmten „Meins“ recht besitzergreifendes Verhalten. Das Problem ist nur: Wir leben in einer Welt des Überangebots und haben weder zu wenig zu essen noch zu wenig Zeug. Sondern in vielen Fällen von beidem zuviel.

Aber jetzt kommt es: Dieser kleine Kick, der mit dem Kaufen, dem neu Besitzen von Dingen verbunden ist, ist erstaunlich kurzlebig. Je nachdem dauert es gerade mal 90 Sekunden, meist ist es nach wenigen Minuten schon vorbei. Dann ist diese Gier, das „Haben-Wollen“ und das mit dem „Besitzen“ verbundene Gefühlshoch nämlich auch schon vorbei. (Für große Kaufentscheidungen gelten diese kurzen Fenster übrigens nicht, aber das schauen wir uns ein anderes Mal an)

Und dann? Dann räumst Du brav all das wieder zurück, dass Du jetzt eben nicht mehr kaufen musst. Du hast den Kick schon ausgelöst und kannst wesentlich objektiver entscheiden, ob es das wirklich braucht. (nein, einfach irgendwo im Laden liegen lassen ist asslig. Machen wir nicht. Hast Du die Kühlkette von etwas unterbrochen, nimm es mit. Alles andere ist gefährlich für andere und in jedem Fall Verschwendung. Lern daraus.)

Fühl Dich dabei wie der Held des Abendlandes, weil Du es geschafft hast.

Probier es mal aus und lass mich wissen, wie es Dir damit ging.

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